"cdgw-Zukunftspreis" in Berlin

Ada, der Gesundheitsnavigator


Der cdgw-Zukunftspreis gehört zu den Gründungselementen des cdgw, er wurde erstmals 2008 vergeben, berichtete cdgw-Präsidiumssprecher Peter Herrmann am Abend des Wettbewerbs und der Preisverleihung.

Er drückt ein ganz zentrales Anliegen des cdgw aus: die Vernetzung. Denn mit dem Zukunftspreis sollen innovative Ideen, Projekte und wegweisende Konzepte mit potenziellen Anwendern zusammengebracht und Partnerschaften gestiftet werden.

Fünf Bewerber schafften es in die Endausscheidung:

m.Doc
"Digitale patientenzentrierte Gesundheitsplattform mit der Anwendung Smart Clinic"

Condat
"Plattformstrategie zur Digitalisierung"

Ada Health
"Ada - deine Gesundheitshelferin: Erstklassiges medizinisches Wissen und künstliche Intelligenz vereint in einer App"

Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, Berliner Feuerwehr und BG Klinikum Unfallkrankenhaus Berlin
"IVENA eHealth"

MEDIKURA Digital Health
"Digitale Infrastruktur für Arzneimittelsicherheit"

Der cdgw-Zukunftspreis ist mit 5.000 Euro dotiert. Zudem gibt e seine garantierte Veröffentlichungen in der kma, die Medienpartnerin des Preises ist – also Aufmerksamkeit und Wahrnehmung.

Kriterien für die Vergabe des Preises sind insbesondere Originalität, Kreativität, Netzwerkcharakter, Praktikabilität, Patienten- resp. Kundennutzen, gesellschaftliche Relevanz und Kosteneffizienz von Projekten oder Produkten aus allen Bereichen der Gesundheitswirtschaft.

Dabei stellt der cgdw nicht den Wettbewerbsgedanken in den Vordergrund. Der Wettbewerb bildet gleichsam nur den Rahmen dafür, um sich über Innovationen austauschen, interessante Neuigkeiten zu teilen, den Präsentatoren ein hochkarätiges Forum für ihre Ideen bieten und darüber ins Gespräch kommen.

Ada Health überzeugt

Ada Health ist ein Team aus über 120 Ärzten, Wissenschaftlern und Softwareingenieuren, die eine gemeinsame Vision teilen: allen Menschen auf der Welt Zugang zu qualitativ hochwertigen medizinischen Informationen und personalisierter Gesundheitsversorgung zu ermöglichen. Zur Verwirklichung dieses Zieles wurde 2016 die KI-gestützte Gesundheitsapp Ada ins Leben gerufen. Ada stellt relevante, personalisierte Fragen und berücksichtigt dabei die Gesundheitsinformationen des Patienten. Die Analyse führt zu einem individuellen Bericht, der die wahrscheinlichsten Krankheitsursachen und Vorschläge zum weiteren Vorgehen beinhaltet.

Das KI greift auf eine riesige medizinische Wissensbasis zurück, die mehr als sieben Jahre lang gemeinsam mit zahlreichen Medizinexperten entwickelt wurde und Milliarden von Symptomkombinationen abdeckt - ein Wissensvorsprung, der sich auch bei der Erkennung seltener Erkrankungen als unschätzbar wertvoll erweist.

Adas Technologie bietet enormes Potenzial, die Gesundheitsversorgung weltweit zu verbessern. Mehr als 400 Millionen Menschen haben keinen Zugang zu medizinischer Grundversorgung, doch die Hälfte der Weltbevölkerung hat Zugriff auf ein Smartphone - genau dort setzt Ada an. Neben der Anwendung für den Patienten gibt es auch Ada für Ärzte. Die kostenlose App ist weltweit für Android und iOS erhältlich und wird bereits von mehr als vier Millionen Menschen verwendet. Die unterstützten Sprachen sind Englisch, Deutsch, Portugiesisch und Spanisch - weitere folgen.

„Wir wollen künstliche und menschliche Intelligenz zusammenberingen“, betonte Vincent Zimmer bei seiner Bewerbungspräsentation. Es gehe Ada nicht darum, die Daten der Patienten zu verkaufen. Daran habe das Start up kein Interesse. Es gehe auch darum einen digitalen Player aus Deutschland aufzubauen und groß zu machen, denn sonst hätten wieder die Unternehmen aus den USA und China die Nase vorne.

Jüngst hat das Berliner Start-up verkündet, dass es 40 Millionen Euro von Investoren erhalten hat. Der Großteil des frischen Kapitals kommt von Access Industries, der Investmentgruppe des Milliardärs Len Blavatnik, dem auch die Warner Music Group gehört, einer der größten Musikverlage der Welt. „Ada ist eines der spannendsten Unternehmen, wenn es darum geht, Gesundheit mit künstlicher Intelligenz zu verbinden“, sagt Guillaume d’Hauteville, der im Vorstand von Access Industries sitzt.