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Digitale Therapie für Kinder mit funktioneller Sehschwäche

Nicolaus Widera stellte für die Caterna Sehschule das Projekt unter dem Motto der „ersten digitalen Therapie“ vor. Er erläuterte: 80 Prozent der Wahrnehmung erfolgen über das Sehen. Das Konzept der Sehschule richtet sich an Kinder mit funktioneller Sehschwäche; das sind jedes Jahr rund 150.000 Betroffene in der Altersgruppe von drei bis zehn Jahren. Als bisheriger Standard in der Therapie gilt das Augenpflaster.

Diese Therapie hat Caterna nun mit einem Programm ergänzt, bei dem Kinder eine vorgegebene Zeit lang auf ein bestimmtes Muster schauen müssen, damit das Sehen optimal gefördert werden kann. Um die Therapie kindgerecht zu gestalten, wurde das Muster mit Spielen kombiniert, um Abwechslung und Aufmerksamkeit zu erzielen und zu erhalten. Auswertungen zeigten, dass innerhalb von zwei Monaten mit dem neuen Konzept Verbesserungen von durchschnittlich zwei Sehstufen erzielt werden konnten. Mit konventionellen Behandlungen dauere dies rund zwei Jahre. Außerdem sei damit Patienten jetzt auch zu helfen, die vorher Therapie-resistent gewesen waren.

Neben den medizinischen Effekten – wie Sehverbesserungen und kürzere Pflasterzeiten – würden soziale Gewinne erreicht: Die Stigmatisierung nehme ab und die Lebensqualität und die Compliance stiegen. Er sprach von einer Medizin, die Kindern Spaß mache. Neben der konkreten Therapie für die jungen Patienten, werde den Ärzten zugleich ein effektives Instrument für das Therapiemanagement an die Hand gegeben. Die App gibt es auch auf mobilen Endgeräten.

Insgesamt würden bei dem Online-Konzept nicht die Therapienotwendigkeiten in den Vordergrund gestellt, sondern die Bedürfnisse der Patienten und ihrer Eltern. Denn diese Generation sei in hohem Maße Internet-affin. Eltern könnten außerdem zugleich online kontrollieren, ob bestimmte Übungen auch absolviert worden seien.

Gewinner 2013: Nicolaus Widera
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