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cdgw-Gala 2014

Bereits zum zehnten Mal kürte die kma den oder die Manager/in des Jahres – und schon zum sechsten Mal im Rahmen der cdgw-Gala. Eine schöne und bewährte Tradition, wie Hartmut Fandrey, Verlagsleiter Klinik und Praxis in der Thieme Verlagsgruppe, betonte. Die Auszeichnung, unterstrich Fandrey bezieht sich auf das Wirken in den vergangenen zwölf bis 18 Monaten. Geehrt wurde Anton J. Schmidt, der Vorstandsvorsitzenden des Bundesverbandes der Beschaffungsinstitutionen in der Gesundheitswirtschaft Deutschland  (BVBG). Hartmut Fandrey unterstrich: „Anton J. Schmidt hat diesen Preis wirklich verdient.“

Durch kluges Netzwerken, heißt es in der Begründung der Jury, habe Anton J. Schmidt die Qualität und Sicherheit von Medizinprodukten 2013 einen entscheidenden Schritt voran gebracht. Der BVBG ist ein Verband der fünf großen Einkaufsgemeinschaften der Gesundheitswirtschaft: der Agkamed, GDEKK, Comparatio Health, Prospitalia und der PEG. Anton J. Schmidt, hauptamtlicher Chef der Einkaufs- und Betriebsgenossenschaft PEG, hat im BVBG Beteiligte aus Industrie, Medizin und Krankenhaus in einem Expertenforum an einen Tisch geholt und mit ihnen Messinstrumente für die Produktqualität entwickelt – und sogar eine spezielle Maßeinheit: den QS-Faktor, der die Qualität und Sicherheit eines Medizinproduktes angibt.

Dem Forum, das sich BVBG-Gütesiegel nennt, gehören 20 Krankenhäuser und 20 Medizinprodukte-, Medizintechnik- und Pharmahersteller an, darunter auch Fresenius, Pfizer und Siemens. Das Gütesiegel repräsentiert insgesamt einen Umsatz von zehn Milliarden Euro innerhalb der deutschen Gesundheitswirtschaft.
Das Board des Forums hat 2013 eine Studie in Auftrag gegeben: Sie beleuchtet intensiv, welchen Einfluss die Produktqualität auf die Patientensicherheit, die Behandlungsqualität und Prozesse im Krankenhaus hat. Zwölf Mitglieder gehören dem Board an, neben Vertretern von Pfizer und Siemens auch der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie Hartmut Siebert, der Pflegepräsident Andreas Westerfellhaus und der Ehrenpräsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft Rudolf Kösters. Weiteres Board-Mitglied ist der Präsident des Berufsverbandes der Deutschen Chirurgen (BDC).
Bei der Preiswürdigkeit, erläutert Hartmut Fandrey, spiele neben den besonderen Leistungen für die Gesundheitswirtschaft auch das „Menschliche“ eine Rolle. Er porträtierte den Preisträger als „höflich, zurückhaltend und erfolgreich.“ Dies in einer Laudatio zu vertiefen, übernahm dann Professor Hans-Peter Bruch, ein enger Weggefährte Anton J. Schmidts und Präsident des Berufsverbandes der Deutschen Chirurgen.

Er sagte: „Anton J. Schmidt verkörpert mit seiner gesamten Persönlichkeit den Wirtschaftsführer des 21. Jahrhunderts in herausragender Weise“, sagte Bruch. Er würdigte insbesondere, dass Schmidt jedem Menschen – ganz gleich, ob Kunde oder Mitarbeiter – Wertschätzung und Respekt entgegenbringe.

Anton Schmid habe eine bemerkenswerte Karriere mit steilem Aufstieg und nachhaltigem Erfolg erreicht. Er stehe dabei für die Verbindung von Höchstleistung und Menschlichkeit. Anton Schmid, unterstrich Professor Bruch, verkörpere Tugenden wie Vertrauenswürdigkeit, Anerkennung und Vermittlung von Wertschätzung, an denen es in unserer Gesellschaft und Ökonomie bitter mangele. Eine Ökonomie, die Menschen nur als Ressource betrachten, werde aber nicht zukunftsfähig sein. Deshalb repräsentiere Anton Schmid im besten Sinne den Wirtschaftsführer des 21. Jahrhunderts.
Die cdgw-Galas war zuvor schon von einem Redebeitrag von Professor Stefan Winter eröffnet worden. Er ist apl. Professor für Gesundheitssystemforschung an der Medizinischen Hochschule Hannover und seit Dezember 2012 neuer Schlichter der gematik GmbH. Als Nachfolger des Anfang 2012 verstorbenen Dr. Klaus Theo Schröder, unterstützt der Experte für Informationstechnologien im Gesundheitswesen die gematik-Gesellschafter in Konfliktfällen bei der Kompromissfindung. Prof. Winter war u.a. bis Mitte August 2008 Staatssekretär im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen. Der Arzt und Molekularbiologe war zwischen 1992 und 2005 im Bundesgesundheitsministerium in verschiedenen leitenden Positionen tätig. So führte er u.a. die Abteilung „Prävention, Krankheitsbekämpfung, Biomedizin“. Von 1992 bis 2004 war er zudem Mitglied im Europäischen Lenkungsausschuss für Biomedizinische Ethik beim Europarat. Darüber hinaus fungiert er seit 2000 als Advisor der Weltgesundheitsorganisation.

Professor Winter untersuchte einerseits den Vertrag der neuen Großen Koalition auf die Aussagen zu Gesundheit und Gesundheitswirtschaft und stellte zugleich die Themen in den Fokus, denen sich die Politik in den kommenden Jahren annehmen müsse. Den Wandel in der Wahrnehmung von Gesundheitswirtschaft machte an anhand von zwei Beispielen deutlich. Während Bundeskanzler Gerhard Schröder seinerzeit noch von „Gesundheit und Gedöns“ gesprochen habe, erhebe die neue Bundesregierung die Gesundheitswirtschaft zum Leitmarkt verknüpfe Gesundheit mit den Begriffen „Wachstum, Innovation und Wohlstand“.

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