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cdgw Gala mit Thieme Award

Prof. Alena Buyx und Dr. Mai Thi Nguyen-Kim ausgezeichnet

Für zahlreiche Gäste der cdgw Gala war es die erste größere Veranstaltung nach zwei Jahren Coronavirus-Pandemie. Mehr als 100 Menschen nahmen an der Verleihung des Thieme Management Award an Prof. Alena Buyx und Dr. Mai Thi Nguyen-Kim teil, der traditionell im Rahmen einer cdgw Gala in Berlin vergeben wird.

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cdgw-Präsident-Peter Herrmann sagte bei seiner Begrüßung: „Die Thieme Gruppe überreicht nun bereits zum 15. Mal diesen Award. Und zum 15. Mal geschieht dies im Rahmen einer Gala des Clubs der Gesundheitswirtschaft. Allein daran lässt sich ablesen, wie eng und fest diese Partnerschaft gewachsen und geworden ist und wie wir gemeinsam das Format stets weiterentwickelt haben. Es ist sicher keine Übertreibung, wenn ich sage: Dieser Abend gehört ganz sicher zu den Highlights im Kalender unseres Business Clubs. Er verbindet eine schöne Festlichkeit, eine attraktive Location und spannende Menschen zu einem besonderen Event.“ Als Moderator führte Prof. Axel Ekkernkamp, Mitglied des cdgw-Präsidiums und Mitherausgeber der kma medien in der Thieme Gruppe, durch den Abend.

Herausragende Rolle in der Pandemie

Der CEO der Thieme Gruppe, Dr. Albrecht Hauff, betonte, dass Online-Meetings durchaus Vorzüge aber auch Grenzen haben. Daher sei die Freude groß, nach der Pandemie-bedingten Pause im vergangenen Jahr, den Thieme Award wieder bei einer Präsenzveranstaltung vergeben zu können, denn „die persönliche Beziehung zwischen Menschen braucht die Begegnung.“ Corona sei noch nicht vorbei und sei auch auf besondere Weise bei der Preisverleihung präsent. Denn beide Preisträgerinnen haben gesellschaftliche und politische Impulse für das Denken, Entscheiden und Handeln in der Corona-Pandemie gesetzt. Dabei handele sich bei den Preisträgerinnen sicher nicht um klassische Vertreterinnen der Gesundheitswirtschaft. Aber der Award-Jury war schnell klar, dass die Wahl für den „Manager des Jahres“ erneut auf eine Persönlichkeit fallen musste, die während der Pandemie eine herausragende Rolle gespielt hat.

Die Direktorin des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin der Technischen Universität München (TUM), Alena Buyx, ist seit 2020 auch die Vorsitzende des Deutschen Ethikrates. In dieser Funktion ist es ihre Aufgabe, die öffentliche Debatte zu ethischen Themen zu befördern und die Politik zu ethischen Fragen zu beraten. Im Rahmen der Pandemie war das eine herausfordernde Aufgabe, die sie mit viel Expertise und Empathie gelöst hat: „Bei ihren zahlreichen öffentlichen Auftritten ist es Alena Buyx immer gelungen, verschiedene Perspektiven wissenschaftlicher Disziplinen aufzuzeigen und die Ergebnisse der Beratungen dieser Disziplinen der Öffentlichkeit zu erklären. Damit hat sie das Thema Gerechtigkeit und Solidarität im Gesundheitswesen gestärkt und die Weichen für die Handlungen der Politik gestellt“, urteilte die Jury.

Das bekannte Gesicht des Ehtikrates

Alena Buyx absolvierte nach dem Abitur innerhalb von acht Jahren ein Doppelstudium in Münster, York und London. 2005 promovierte in Medizin, erwarb die Vollapprobation als Ärztin und schloss das Magisterstudium mit den Fächern Philosophie, Soziologie und Gesundheitswissenschaften ab. Nach drei Jahren als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Münster und einem Jahr als Post Doc in Harvard war sie drei Jahre lang stellvertretende Direktorin des englischen Ethikrats. 2013 habilitierte sie sich in Münster. Im Jahr darauf wurde sie Professorin für Medizinethik an der Universität Kiel, bevor sie 2018 dem Ruf an die Technische Universität München folgte. Seit 2016 ist sie zudem Mitglied des Deutschen Ethikrats und wurde im Mai 2020 zur Vorsitzenden gewählt.

Die Medizinethikerin Bettina Schöne Seifert lernte Alena Buyx als Studentin dann als ihre Wissenschaftliche Mitarbeiterin kennen. Sie würdige die Preisträgerin als „medial gewandt, hoch intelligent und wissbegierig“. Im Unglück der Pandemie sei Alena Buyx das bekannte Gesicht des Deutschen Ethikrates geworden, deren Vorsitzende Schöne-Seifert einst selbst war.

Alena Buyx bedankte sich bei ihrer Laudatorin „als großes Vorbild, von dem ich alles gelernt habe“. Die Preisverleihung sei auch ihre erste Veranstaltung nach langer Zeit, und sie habe „Herzklopfen“, sie fühle sich tief geehrt vom Thieme Award.

Alena Buyx betonte, dass öffentliche Auftritte, zum Beispiel in Talkshows, zu den Aufgaben der Ethikrats-Vorsitzenden gehöre. Die mediale Präsenz habe aber auch Schattenseiten bis hin zu Hass, und Bedrohungen. Alena Buyx betonte: „Kontroversen gehören zu den Grundbedingungen demokratischer Gesellschaften. Aber wir müssen uns stärker wertschätzen und mehr zuhören.“

Neue Form von Wissenschaftsjournalismus

Darüber hinaus zeichnet die „kma“ mit Mai Thi Nguyen-Kim die „Senkrechtstarterin 2021“ aus. Der Preis geht seit 2017 an junge, engagierte Menschen, die sich durch kreative und erfolgreiche Lösungsansätze im Bereich der Gesundheitswirtschaft hervorgetan haben. Im Fall der Wissenschaftsjournalistin begeisterte die Jury ihr besonderes Talent, wissenschaftlich komplexe Zusammenhänge einem breiten Publikum verständlich und unterhaltsam nahezubringen: „Mai Thi Nguyen-Kim hat einen wertvollen Beitrag zum Transfer von Erkenntnissen und Forschungsergebnissen geleistet und eine neue Form des Wissenschaftsjournalismus geschaffen – was gerade in den dynamischen Zeiten der Pandemie besonders wertvoll war“, heißt es in der Begründung.

Nach dem Abitur studierte Mai Thi Nguyen-Kim Chemie. Ein Studienaufenthalt führte sie an das renommierte Massachusetts Institute of Technology. Als Doktorandin forschte sie an der RWTH Aachen, an der Havard University und am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung in Potsdam. An der Universität Potsdam promovierte sie schließlich. Ihre danach geplante einjährige Auszeit vom Wissenschaftsbetrieb mündet in ihrer Karriere als Wissenschaftsjournalistin. Nguyen-Kim baute bei funk, dem Online-Angebot von ARD und ZDF, einen YouTube-Kanal auf. Bei „maiLab“ vermittelt sie wissenschaftliche Hintergründe zu gesellschaftlich relevanten Themen – auch und gerade in der Corona-Pandemie. Allein mit dem Video „Corona geht gerade erst los“ hat sie über sechs Millionen Zuschauer auf YouTube erreicht und damit das erfolgreichste YouTube-Trend-Video im Jahr 2020 platziert.

Laudator Vince Ebert und Mai Thi Nguyen-Kim verbindet u.a. die Herkunft aus benachbarten Orten an der hessisch-bayerischen Grenze. Ebert sagte: „Mai Thi begeistert ihr Publikum. Sie kann komplexe wissenschaftliche Sachverhalte verständlich und unterhaltsam erklären.“ Und das auch mit Humor. Vince Ebert, selbst Wissenschaftler, betonte: „Je intensiver sich man mit wissenschaftlichen Themen beschäftigt, desto schwieriger wird eine klare Antwort. Das Wissen um das eigene Nichtwissen ist der Kern von Wissenschaft. Wissenschaft irrt sich Stück für Stück voran.“ Ebert bezeichnete Mai Thi Nguyen-Kim als „Superspreaderin für wissenschaftliche Aufklärung“.

Die Preisträgerin konnte nicht persönlich anwesend sein, war aber per Liveschaltung dabei. Sie sagte: „Ich freue mich riesig über den Preis. Er ehrt mich besonders, weil er aus Fachkreisen kommt.“

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