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cdgw trifft Hauptstadtkongress und cdgw Zukunftspreis

cdgw Zukunftspreis geht an das Städtische Klinikum Braunschweig

Es war ein sonnig-schöner Abend am längsten Tag des Jahres. In bester Sommerlaune trafen sich rund 100 Mitglieder und Gäste des Clubs der Gesundheitswirtschaft im Spreespeicher in Berlin zur Veranstaltung „cdgw trifft Hauptstadtkongress“.

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Nachdem das Netzwerktreffen aufgrund der Coronapause in den beiden vergangenen Jahren hatte ausfallen müssen, kamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nun wieder persönlich in Kontakt. Bei einem neuen Format: Erstmals wurde in die Veranstaltung am Vorabend des Hauptstadtkongresses die Vergabe des Zukunftspreises integriert. „Das ist ein würdiger Rahmen“, betonte der Sprecher des Präsidiums, Peter Herrmann, in seiner Begrüßung.

Wichtiges Anliegen an diesem Abend war es, auch inhaltliche Impulse zu setzen. Präsidiumsmitglied Prof. Axel Ekkernkamp hatte seine guten Verbindungen zur Berliner Charité spielen lassen und Kontakte geknüpft. Nachdem Prof. Heyo Kroemer, Vorstandsvorsitzender der Universitätsmedizin und Vorsitzender des Corona-Expertenrats der Bundesregierung, leider kurzfristig hatte absagen müssen, übernahm Prof. Martin Kreis, Vorstand Krankenversorgung der Charité, den Vortrag.

Dinner Speech: Prof. Martin Kreis zum demografischen Wandel

Sein Thema und „echtes Anliegen“: Der demografische Wandel und seine Folgen. In einer Zeit, der es an Krisen nicht mangelt, fehlt Personal in allen Bereichen des Lebens. „Gerade in der medizinischen Versorgung kann dies gravierende Folgen haben, wenn wir uns nicht kümmern“, führte Prof. Kreis aus. Dabei sei es mehr als ein finanzielles Thema, mit Blick in die Zukunft vielmehr ein echtes Problem der Daseinsfürsorge. Prof. Martin Kreis appellierte an seine Zuhörerinnen und Zuhörer, das Thema, das aus seiner Sicht viel zu wenig wahrgenommen wird, gezielt anzugehen. Er beleuchtete Lösungsansätze auf vier verschiedenen Themenfeldern:

  1. Zuwanderung – „Wir müssen weiter daran arbeiten, Pflegekräfte aus dem Ausland zu rekrutieren.“
  2. Strukturwandel – „Wir müssen uns über unsere Krankenhaus-Struktur Gedanken machen und überlegen, ob wir sie in ihrer Breite und Fülle aufrechterhalten wollen.“
  3. Digitalisierung – „Wir können Telemedizin machen und damit eine Menge Menschen – außerhalb des Krankenhauses und durch digitale Überwachungsmöglichkeiten (Beispiel: CardioMems-Chip) – teilweise besser versorgen, überwachen und frühzeitig reagieren.“
  4. Prävention – „Wenn wir in Prävention investieren, können wir eine Menge erreichen. Medizin ist nicht nur Reparaturbetrieb.“

Andere Länder haben bereits vorgemacht, welche enormen Potenziale durch Kreativität und Innovationsfähigkeit gehoben werden können. „Ich bin der festen Überzeugung, dass wir uns um unsere Zukunft kümmern sollten“, so das Fazit von Prof. Kreis. „Bei all den Krisen kann auch ich sie Ihnen nicht genau vorhersagen, aber ich bin mir sicher, es ist eine gute Haltung, zu sagen: Der beste Weg, die Zukunft vorherzusagen, ist, sie zu gestalten.“

Frankfurter Erklärung

Um die Entwicklung des Gesundheitswesens im Allgemeinen dreht sich die Frankfurter Erklärung, auf die Prof. Axel Ekkernkamp aufmerksam machte. Darin formuliert sind zehn trägerunabhängige Thesen an die Politik. Das Papier wurde bereits an die zuständigen Stellen weitergeleitet, um damit notwendige Reformen in der Gesundheitspolitik zu skizzieren und Diskussionen auszulösen, die Veränderungen im Zusammenwirken aller Akteure bewirken sollen.

Hier gehts zum Download der Frankfurter Erklärung.

cdgw-Zukunftspreis

Welche Bedeutung die Digitalisierung für die Leistungsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit des Gesundheitssystem hat, wurde auch bei der anschließenden Vergabe des Zukunftspreises deutlich. Die Jury – bestehend aus Mitgliedern des Präsidiums und der Geschäftsführung sowie Vertretern des Medienpartners kma – hatte aus zahlreichen Vorschlägen das Siegerprojekt ausgewählt.

Vergeben wurde der Zukunftspreis 2022 an das Städtische Klinikum Braunschweig für das Projekt „Digitales Patientenportal“, das mit den Projektpartnern Unity, m.Doc und Tele Tracking umgesetzt wird.  Denn es überzeugte die Jury sowohl hinsichtlich der technischen Entwicklungstiefe als auch in Bezug auf die Patientenorientierung und die Netzwerkorganisation der beteiligten Firmen. „Es bietet eine vorbildliche Gesamtlösung, in dem es spezialisiertes Know-how unterschiedlicher Dienstleister zu einer ausgewöhnlichen und Erfolg versprechenden Partnerschaft für dieses Digitalisierungsprojekt zusammenschließt“, erklärte Peter Herrmann bei der Preisverleihung.

Vorstellung „Digitales Patientenforum“

„Hauptgewinner“ des Zukunftspreises ist somit das Städtische Klinikum Braunschweig. Bei der Vorstellung des Projekts formulierte Klinik-Geschäftsführer Dr. Andreas Goepfert zunächst den Anspruch: „Bessere Gesundheit beginnt bei uns. Und wir wollen nach vorne blicken und in den nächsten fünf Jahren in unserem Klinikum die Ikone für die individuelle Qualität in der Gesundheitsversorgung sein.“ Durch das digitale Patientenportal sollen nicht nur die Patientinnen und Patienten von besseren Leistungen profitieren, sondern auch die Mitarbeitenden des Krankenhauses sollen durch die Einführung dieser innovativen Gesamtlösung von Koordinationsaufgaben entlastet werden.

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