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cdgw-Workshop 2014

Der Club der Gesundheitswirtschaft und der Senat der Wirtschaft wollen im kommenden Jahr ein gemeinsames gemeinwohlorientiertes „Zukunftsinstitut Gesundheitswirtschaft“ auf den Weg bringen. Dieses Institut, sein Profil, seine Aufgaben und Perspektiven waren das zentrale Thema des Workshops am 13. November 2014 im Berliner International Club. 

Das Präsidium des cdgw und der Vorstand des Senats der Wirtschaft hatten sich im Vorfeld bereits grundsätzlich auf ein Eckpunktepapier zur Gründung eines „Zukunftsinstitut Gesundheitswirtschaft“ verständigt. Dieses Papier diente als Grundlage der Workshop-Diskussion (Sie finden es hier Link). Ziel des Workshops war es, die Ideen, Wünsche und Anregungen der Club-Mitglieder frühzeitig in den Gründungsprozess des Instituts einfließen zu lassen.

Zum Workshop hatte der cdgw, Dr. Christoph Brüßel vom Senat der Wirtschaft eingeladen. Er stellte seine Organisation den cdgw-Mitgliedern vor und schilderte den Nutzen eines solchen Instituts aus Sicht des Senats der Wirtschaft. Dr. Brüßel verantwortet beim Senat den Vorstandsbereich Politik und Kommunikation und ist zugleich Vorstand der Akademie des Senates der Wirtschaft und Vorstand des IGP Institut für gemeinwohlorientierte Politikberatung e.V. Der Senat der Wirtschaft arbeitet entsprechend dem Leitgedanken von John F. Kennedy: „Fragt nicht, was Euer Land für Euch tun kann, fragt vielmehr, was Ihr für Euer Land tun könnt!“ Dementsprechend sieht der Senat den ständigen und vertrauensvollen Dialog mit politischen Entscheidungsträgern in den Parlamenten und Regierungen heute als notwendiger denn je an. Politik brauche den praxisorientierten Sachverstand von Unternehmern und Führungskräften aus der Wirtschaft und weiteren gesellschaftlichen Sektoren. Dazu will der Senat der Wirtschaft wirkungsvoll beitragen. Eines seiner Leitmotive lautet deshalb: „Wir bringen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ohne monolithischen Lobbyismus an einen Tisch und bauen damit einen globalen Denktank auf.“

Die rund 30 Teilnehmer unterstützten das Präsidium des cdgw einmütig darin, die Gründung und Ausgestaltung des neuen Instituts voranzutreiben. Mit dem „Zukunftsinstitut Gesundheitswirtschaft“ will der cdgw seine inhaltliche Arbeit zur Förderung der Idee der Gesundheitswirtschaft stärken und zugleich sein inhaltliches Profil schärfen. Das Institut soll gemeinsam und gleichberechtigt mit dem Senat der Wirtschaft umgesetzt werden. 

Senat der Wirtschaft und cdgw wollen das Institut mit einer einmaligen Anschubfinanzierung von je 10.000 Euro auf den Weg bringen. In der Anlaufphase erfolgt die Arbeit für das Institut ehrenamtlich. Für das Institut werden – mit Ausnahme der Anschubfinanzierung – keine Mitgliedsbeiträge der cdgw-Mitglieder eingesetzt. Das Institut soll sich in der folgenden Phase dann dauerhaft selbst tragen. Dafür gibt es grundsätzlich zwei Wege: einmal soll sich das Institut um ausgeschriebene Projekte bewerben und Fördermittel einwerben, andererseits soll es selbst Projekte und Themen entwickeln und dafür Gelder einwerben. 

Im Workshop kristallisierten sich vor allem zwei umfassendere Diskussionsfelder heraus: Welches Profil soll das neue Zukunftsinstitut Gesundheitswirtschaft haben und mit welchen Themen es sich beschäftigen?

Zusammengefasst wurden in der Diskussion u. a. folgende Punkte benannt: In einer Branche, die so stark von Lobbyismus dominiert werde, sei die Orientierung am Gemeinwohl und nicht an Partikularinteressen ein wichtiges Kriterium. Die inhaltlich-wissenschaftliche Arbeit müsse sich eindeutig von dem Vorhandenem auf diesem Gebiet absetzen, die Expertise, die beide Partner einbringen, sei eine gute Voraussetzung dafür. Nötig sei deshalb ein Kriterien- und Methodenkatalog für die wissenschaftliche Arbeit, der die Neutralität und Glaubwürdigkeit des Instituts unterstreiche. Welche Projekte das Institut letztendlich bearbeite solle auch in einem wissenschaftlichen Beirat nach objektiven Kriterien bearbeitet werden. Forschung solle eine Aufgabe des Instituts ein, die Interaktion verschiedener Experten und Player eine weitere, um Mehrwert für alle Beteiligten zu stiften.

Inhaltlich wurden als Themen beispielhaft insbesondere Versorgungsforschung, Systempartnerschaften, Gesundheitsregionen, Kliniken der Zukunft, seltene Erkrankungen, Digitalisierung, Demographie, Rationierung medizinischer Leistungen, Veränderungsmonitoring analog oder Shell-Jugendstudie, Prävention, Versorgung in 20 Jahren etc. vorgeschlagen. Die Forschungs- und Netzwerkarbeit solle dann ggf. durch Veranstaltungen, Medienarbeit etc. flankiert werden, um breit in die Öffentlichkeit wirken und die Arbeit des Instituts auch deutlich sichtbar machen zu können.

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